Die Akupunktur ist eine mehrere Jahrtausende alte chinesische Heilkunst. In der traditionellen chinesischen Medizin werden Beschwerden wie Schmerzen als Störungen im Energiefluss verstanden. Über sehr feine Nadeln, die an definierten Punkten durch die Haut in das darunterliegende Gewebe gesetzt werden, lassen sich diese Einflüsse positiv beeinflussen.
In meiner orthopädischen Privatpraxis in Offenburg setze ich die Akupunktur gezielt ein, um auf Ihre individuellen Beschwerden einzugehen. Im Folgenden erfahren Sie, wie das aussehen kann.

Die Akupunktur ist eine der wichtigsten Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Durch das gezielte Setzen feiner Nadeln an definierten Punkten können schmerzlindernde Prozesse angeregt und die körpereigene Regulation unterstützt werden. Charakteristisch für die TCM ist der ganzheitliche Blick auf den Körper und seine Zusammenhänge – häufig stehen unterschiedliche Beschwerden in Verbindung und lassen sich gemeinsam betrachten.
Was ist Akupunktur?
Wie viele Orthopäden wollte ich die Akupunktur-Ausbildung ursprünglich absolvieren, um die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommenen Leistungen (Schmerzen der Lendenwirbelsäule und Knieschmerzen bei Arthrose) anbieten zu können. Je mehr ich jedoch in diese Welt eintauchte, desto mehr faszinierte sie mich.
Der ganzheitliche Blickwinkel der TCM entspricht genau dem, was ich in meiner Arbeit erlebe: Beschwerden hängen oft zusammen. Für mich ist die Akupunktur damit eine wertvolle Möglichkeit, die westlich geprägte Medizin zu ergänzen und in der modernen Orthopädie sinnvoll zu nutzen. Nach abgeschlossener Ausbildung konnte ich früh – auch im Kreis von Familie und Freunden – Erfahrung über das rein orthopädische Feld hinaus sammeln. Mein Schwerpunkt liegt klar auf den orthopädischen Krankheitsbildern, ich schaue aber gern über den fachlichen Tellerrand hinaus.
Mein Weg zur Akupunktur
Wann ist Akupunktur sinnvoll?
Akupunktur kann bei nahezu allen orthopädischen Beschwerden unterstützend zum Einsatz kommen. Ob Rücken- oder Nackenschmerzen, Schulterbeschwerden wie eine Kalkschulter oder eine beginnende bzw. fortgeschrittene Arthrose der Knie- oder anderer Gelenke – die Akupunktur ist eine nebenwirkungsarme Methode, die dazu beitragen kann, Ihre Beschwerden spürbar zu lindern.
Auch bei Sportverletzungen oder funktionellen Beschwerden ohne strukturelle Schäden (etwa nach intensivem Training) kann die Akupunktur – je nach Dauer der Beschwerden – schon nach einer oder wenigen Sitzungen zu spürbarer Linderung und verbesserter Beweglichkeit beitragen. Ergänzend setze ich Akupunktur in geeigneten Fällen auch über orthopädische Beschwerden hinaus ein; ob das in Ihrer Situation sinnvoll ist, bespreche ich offen mit Ihnen.
Triggerpunkte und Triggerpunktakupunktur
Neben der klassischen TCM hat sich in den letzten Jahrzehnten ein weiterer Ansatz entwickelt: Dabei geht man davon aus, dass muskuläre Triggerpunkte Ursache unterschiedlichster Beschwerden sein können. Diese Punkte entsprechen teilweise Punkten auf den TCM-Bahnen, liegen häufig aber unabhängig von den Meridianen und werden bei der körperlichen Untersuchung meist als schmerzhaft empfunden. Durch langjährige Übung kann ich die meisten dieser Punkte ertasten, da die muskuläre Spannung dort verändert ist.
Ich habe mich auf die Triggerpunktbehandlung spezialisiert. Mit Sorgfalt gehe ich auf die Suche nach diesen oft übersehenen Schmerzquellen in der Muskulatur. Wie bei der TCM werden die Triggerpunkte mit Akupunkturnadeln stimuliert, wodurch sich die tastbare Spannung verringern und die Beschwerden bessern können. Häufig ist dabei eine lokale Zuckungsreaktion des Muskels auslösbar.
Häufige Fragen zur Akupunktur
Wie läuft eine Akupunktursitzung ab und wie lange dauert sie?
Nach einer ausführlichen Anamnese und gründlichen Untersuchung setze ich die sehr feinen, steril verpackten Nadeln an definierten Punkten durch die Haut in die darunterliegenden Schichten (Faszien, Muskulatur). Die Nadeln sind 0,2 mm dünn und ohne Hohlraum. Die benötigte Anzahl variiert je nach Beschwerdebild, Dauer der Beschwerden, Vorerfahrung und Ihren Wünschen. Manche Nadeln werden nach weniger als einer Sekunde wieder gezogen, andere verbleiben bis zu 25 Minuten im Akupunkturpunkt. Ich erkläre Ihnen alles individuell und bin während der gesamten Behandlung für Sie ansprechbar. Sehr wahrscheinlich spüren Sie an der Einstichstelle ein schwer zu beschreibendes Gefühl von Wärme oder leichtem Druck – in der TCM „De-Qi" genannt.
Was ist das Ziel der Akupunktur?
In der Regel geht es um die Linderung von Schmerzen, im besten Fall um Schmerzfreiheit. Erreicht wird dies über das Lösen von Verspannungen, eine verbesserte Durchblutung und die Behandlung aktiver Triggerpunkte. Durch die Anregung körpereigener Prozesse kann die Beweglichkeit gefördert werden, und chronische Beschwerden können sich spürbar bessern (etwa Intensität oder Häufigkeit von Beschwerdeschüben).
Ist die Akupunktur schmerzhaft und welche Nebenwirkungen gibt es?
Das Einstechen ist meist zu spüren, wird von den wenigsten aber als Schmerz empfunden; zusätzlich nutze ich Techniken, die ein unangenehmes Gefühl deutlich reduzieren. Akupunktur ist gut verträglich und nebenwirkungsarm. Je nach behandelten Punkten kann es gelegentlich zu kurzzeitigem Schwindel kommen, weshalb wir möglichst im Liegen behandeln. Selten entsteht ein kleiner Bluterguss. Wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, sprechen Sie mich bitte an – ich passe die Behandlung an. Manche Patienten berichten von einer kurzen Erstverschlechterung in den ersten ein bis zwei Tagen, bevor eine Besserung eintritt. Auch vermehrter Harndrang und Müdigkeit werden gelegentlich genannt.
Wie viele Sitzungen sind notwendig?
Das richtet sich nach Art und Dauer Ihrer Beschwerden. Gerade bei länger bestehenden Problemen sind häufig mehrere Behandlungen nötig. Die ursprüngliche Lehre der TCM nennt pro Beschwerdejahr etwa einen Monat täglicher Sitzungen; nach meiner Erfahrung lassen sich die meisten Beschwerden mit 10–15 Sitzungen gut behandeln.
Was kostet eine Akupunktursitzung und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Wie alle meine Leistungen wird die Akupunktur nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet und liegt in der Regel zwischen 30 € und 90 € pro Sitzung. Die genaue Höhe ergibt sich aus Dauer, medizinischem Aufwand, Beschwerdebild und Anzahl der behandelten Körperregionen. Gerne informiere ich Sie vorab transparent über die zu erwartenden Kosten. Private Kranken- und Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten – je nach Tarif – häufig vollständig. Ich empfehle, die Übernahme vor Behandlungsbeginn zu klären, und unterstütze Sie dabei gern.



